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Silistra - Constanta

145 km Flachköpper

Constanta/Romania
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Im Sommer regnet es in diesem Landstrich genau ein, höchstens zwei Mal. Heute war dieses eine Mal. Ich startete also mit voller Regenmontur bei 23 Grad und wusste, da werde ich noch ein dickes Brett bohren. Denn ich hatte mich über die Topographie kundig gemacht und gesehen, dass es während der ersten 100 km immer wieder auf 250 m geht und wieder herunter auf nahe null. Je näher ich dem Meer kommen sollte umso so sanfter werden Anstieg und Gefälle.

Mit diesem Wissen lies ich mich vom bulgarischen Zoll in den Regen winken und befuhr das imposante aus sozialistischer Zeit stammende Brückenbauwerk der Freundschaft. Da mich der bulgarische Zoll einfach durchwinkte, versuchte ich in Rumänien einfach über die Grenze zu fahren. Das brachte mir einen angefressenen Zöllner ein, der mich fragte was ich glaube, wozu das Gebäude an der Stelle stehen würde. Ich redete mich damit raus, dass ich derlei Gebäude auch schon gesehen hätte, in denen man Vignetten für Autos kaufen musste. Hat aber kaum gewirkt. Er scannte meinen Ausweis und knallte ihn seinem Kollegen hart auf den Tisch um ihn weiterzuverarbeiten. Mir war es egal... ich war schon in einer Art Tunnel für die wirklich schwierige Etappe heute.

Die fing mit Starkregen und Rückenwind an. So kam ich also gut über das hügelige Gelände. Ich sah weit und breit nicht einen Rumänen, die das Straßengeschehen ansonsten neugierig auf eigens dafür aufgestellten Bänken verfolgen. Somit applaudierten auch keine Kinder... keiner klatschte ab. Ich führte mein Bike ganz alleine durch knietiefe Pfützen, starken Gefällen mit Aquaplaning und steilen Aufstiegen. Vorr allem bei den Aufstiegen ließ ich mich von der Anzeige der Reichweite der Batterien teilweise irre machen. Es sah manchmal so aus, als würde ich mit 1.500 Wh das Ziel nicht erreichen. Das wäre Premiere gewesen.

Kurz vor Constanta war es dann mit dem Regen vorbei. Unglücklicherweise auch mit der Ruhe. Die Straße führte über sechs Spuren in und aus der Stadt. Sah aus wie eine Autobahn.... die Autos fuhren auch so schnell... aber Fahrradfahrer wurden ausdrücklich über diese Straße gelotst. Es gab eine Menge kniffeliger Verkehrssituationen während der Reise. Besonders gut erinnere ich mich an die Einfahrt an Belgrad. Da waren es nur sehr viele Verkehrsteilnehmer.... hier sind sie auch noch schnell, von hinten und überhaupt. Es war fürchterbar.. aber es ist alles gut gegangen.

So suchte ich in Constanta das schwarze Meer. Das war nicht so sehr schwierig, da es verflixt groß ist.

Und so endete meine Tour durch Osteuropa. Ich werde in den nächsten Tagen nicht reviews über Ausrüstungsgegenstände verfassen. Zudem werde ich auch die Länder noch einmal für Euch aufarbeiten.

Wie immer: Vielen Dank fürs Daumdrücken.

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