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Gedanklich sang ich heute morgen um halb Acht beim Wechseln meines Schlauches noch die Internationale. Zum Glück hatte das Hotel jetzt wieder Wasser und ich könnte wenigstens schnell ein bisschen waschen und Zähneputzen. Sich in Bulgarien zu verständigen ist einigermaßen schwierig, da Bulgaren sehr an ihrer Sprache hängen. Nicht selten ist es auch schwer sich zu orientieren, wenn zum Beispiel Straßenschilder ausschließlich in kyrillischen Schriftzeichen verfasst sind. Das ist zwar eher selten, aber es kommt in den ungünstigsten Fällen vor.

Eine sehr gut ausgebaute Straße habe ich heute gefunden, zweispurig mit null Verkehr. Es war der Weg zur Fähre, führte um ein Dorf herum und wurde von der EU finanziert. Die besten Straßen sind von der EU finanziert. Die werden eben nicht benutzt....

Interessant war heute der Ticketkauf für die Fähre... ach, die ganze Fährfahrt überhaupt. Der Ticketverkauf befand sich direkt bei der Zollabfertigung an der bulgarisch - rumänischen Grenze. Die Zollbeamtin, die auffallend aufreizend gekleidet war, verstand noch englisch. Die Ticketverkäuferin erzählte mir alles in einer Sprache, die ich nicht kannte. Ich neige dazu zu behaupten es sei bulgarisch. Und Zeit hatte sie... ach wie viel Zeit und nen Drucker und eine Menge Stempel. Problem war die Fähre wurde schon gelöscht. Mich hats presiert.

Naja... alles noch mal gut gegangen. Um LKW-Fahrer zu sein, braucht man an der Fähre auch gute Nerven. In Deutschland würde die Auffahrt der Fahrzeuge auf die Fähre nie durchgehen. Hier wird gerufen, gestikuliert, gedrückt, gerempelt und dann passt das schon. Der Kahn ist am anderen Ufer angekommen... mit 7 Brummis und ein paar PKW.

Die Straßen in Rumänien wurden besser als auf der bulgarischen Seite. Interessant ist die Begeisterungsfähigkeit der Rumänen. Ein sehr lauter Spruch geht auf jeden Fall. Über abklatschen von Kids bis hin zu Hallo rufen war heute alles dabei. Leider hatte ich den Eindruck, dass insbesondere Männer meines Alters nicht selten schon reichlich dem Feuerwasser zugesprochen hatten.

Am ersten Shop nach der Grenze - ich musste Getränke für die restlichen 45 km nachkaufen - fingen mich drei Kids ab. Einer von ihnen sprach sogar ein wenig deutsch. So fragte er ganz ohne Umschweife, was das Bike kostet (in Deutschland ist das erst die zweite Frage). Ich spreche auf meiner Reise gegenüber Fremden nie über Preise. Das weckt nur Begehrlichkeiten. Ein etwas jüngere fragte mich dann auf feinstem Englisch, in Messi der beste Fußballer sei. Ich verneinte empört und erwiderte Zlatan. Nicht mir zu diesem Zeitpunkt irgendein internationaler Top Fußballspieler eingefallen wäre. Ich verabschiedete mich freundlich als einer der drei Jungen fragte, ob er eine Testfahrt mit meinem Bike machen könne....

Ich wusste allgemein mit der Euphorie der Locals nichts so richtig anzufangen. Wirkt sie auf einen eher reservierten Deutschen eher befremdlich. So vermied ich es anzuhalten und grüßte jeweils freundlich zurück. Bis ich wissen sollte, worauf das alles hinausläuft, schien mir das der richtige Weg zu sein.

Mann des Tages war ein Bulgare, der eine Dienstleitung anbot, ohne es vermutlich selbst zu wissen. Der pfiffige Kerl, leider scheint auch er dem Feuerwasser etwas zu arg zuzusprechen, läuft über den Lidl Parkplatz und übernimmt für die Kunden das Zurückschieben des Einkaufswagens. Den im Einkaufswagen enthaltenen Pfand darf er dann behalten. Ich habe mir das Treiben eine Weile angeschaut und war schlicht begeistert. Der Typ war richtig fleißig. Hochgerechnet kommt da ein guter Schnitt heraus. Mich hat das so begeistert, dass er von mir ein bisschen Geld bekam und ich mein Mittagessen mit ihm teilte. Gerne hätte ich mich ein wenig mit ihm unterhalten. Das ging leider wegen der Sprachbarriere nicht.

So, ich mache jetzt Schluss. Morgen stehen knapp 160 km nach Giugiu an. Hoffentlich steht auch morgen wieder der Wind schön im Rücken.

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