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Lom/Bulgaria
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Da muss man schon aufpassen wie ein Luchs. Heute war Grenzübertritt nach Bulgarien. Da die serbischen Euros erstens nicht mehr gültig und zweitens ziemlich alle waren, musste ich eine Bank finden. Es gibt Bankautomaten, aber die sind sehr gut versteckt... genau wie die dazu gehörigen Banken. Erste Anlaufstelle um zu wissen, was wo sein könnte ist daher meist ein Taxifahrer. Dieser jene konnte kein Englisch und verwies mich an einen Mann, der ein paar Brocken Englisch konnte und der offenbar im hiesigen Kiosk arbeitete - so schien es.

Der Kiosk hatte gleichzeitig einen Bankautomat. Also kaufte ich da ein paar bulgarische Euro oder wie auch immer die Scheine hier wieder heißen. Schließlich drückte der Mann, ganz nett eine icecold Coke in die Hand und ich gab ihm 10 bulgarische Euro. Er ging in den Kiosk, von dem ich meinte, er würde in jenem arbeiten. Kurze Zeit später schaute er raus und bedankte sich und wünschte mir eine gute Weiterfahrt.

Das war Versuch eins. Denn ich hatte nach dem Preis der Cola geschaut und erwartete 8 und ein paar Kaputte als Wechselgeld zurück. Wiederum eine kurze Zeit später wünschte er mir mit zwei bulgarischen Euro einen schönen Tag.

Das war Versuch zwei. Die eine Hand steckte er mir die 2 entgegen, in der anderen hielt er die 5. Ich sah mir also meine 2 bulgarische Euro an, stiebizte ihm die 5 bulgarischen Euro aus seiner Hand und wünschte nun meinerseits einen schönen Tag. Die Coca-Cola kostete übrigens eins und irgend was.

Der zweite Bulgare, den ich je in meinem Leben kennenlernte und der benahm sich gleich daneben. Überhaupt scheint das mit dem Geld in Bulgarien so eine Sache zu sein. Ich sehe nichts, in das wirklich EU-Gelder fließen. Natürlich ist das hier eine strukturarme Region an der Grenze zu Rumänien. Jedoch gibt es hier einen arschvoll zu tun. Straßen, digitale Infrastrukur... Fremdenverkehr.

Tatsächlich ist hier die Zeit seit 1989 völlig stehengeblieben. Während ich bei den Serben den Eindruck hatte, dass sie eine Sache mit vollem Elan anpacken und dann nicht zum Ende kommen, weil ihnen das Geld ausgeht, ist es hier so, als wäre der Startschuss nie gefallen - es wird einfach nicht angefangen... es wird gewartet.

Es scheint so zu sein, dass sich die Volksvertreter in Bulgarien reichlich selbst belohnen. Bei der Bevölkerung kommt von den ganzen EU-Geldern jedenfalls kaum etwas an. Das hat mir die junge Rezeptionistin von meinem 89er sozialistischem Prunk-Bau-Hotel jedenfalls erzählt, als ich heute meinen Schlauch geflickt habe.

Ich werde morgen allerdings den Ersatzschlauch einsetzen müssen, weil der geflickte die Luft nicht gehalten hat. Mangels fließend Wasser im Prunkbau konnte ich vermutlich nicht alle Löcher finden.

Das Bosch Nyon, der Fahrradcomputer, macht auch wieder Zicken. Von etwa 100 gefahrenen Kilometern hat er nur die letzten 70 aufgezeichnet.

Na denn... ich überlege mir schon, wie ich zurückkomme. Ursprünglich wollte ich mit dem Fahrrad fahren. Aber ich sehe mich in der Situation, dass mein Bike wieder zicken macht und die letzten zwei Wochen ein Mörderverschleiß zu beobachten war. So sind beide Mäntel runter, der Anhänger macht brontale Geräusche, das Nyon zickt wieder umeinander und nicht zu vergessen: mein Solarpanel, dass durch das serbische Mädchen zerlegt wurde, sodass ich immerzu nach Hotels suchen muss um meine Batterien zu laden, wo doch so schön viel Energie vom Himmel fällt. Der Rest der Technik ist noch nicht so zuverlässig, als das sie derlei Konzepte schon tragen könnten.

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